Jubiläumsjahr in Hofgeismar – Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen wird 125

Die Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen hat in diesem Jahr Jubiläum. Gegründet wurde sie vor 125 Jahren am Gesundbrunnen in Hofgeismar unter dem Namen „Hessisches Siechenhaus“. Seitdem steht sie für die Versorgung alter Menschen.


Mit fast 2.300 Beschäftigen in Nordhessen und Thüringen ist die Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen mittlerweile der größte Anbieter diakonischer Altenarbeit in der Region. Stationäre Pflege, ambulante Dienste, Tagespflegen und Wohnungen mit zusätzlichem Service für ältere Menschen gehören zum Angebot. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen ein Hospiz in Kassel, ein geriatrisches Krankenhaus am Hauptstandort in Hofgeismar und ein eigenes Aus- und Fortbildungszentrum. Mehr als 2.000 Menschen mit Pflege- und Hilfsbedarf unterstützt die Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen mit ihrer Arbeit, individuell und ganzheitlich, professionell und auf die Bedürfnisse des einzelnen abgestimmt, mit Herz und Hand.


In diesem Jahr begeht sie ihr 125. Jubiläum. 1893 wurde die erste Einrichtung am Gesundbrunnen im nordhessischen Hofgeismar  eingeweiht. Diese erste Einrichtung war eine Errungenschaft für Nordhessen. Drei Merkmale haben sie geprägt: Die soziale Verantwortung, die den damaligen Landrat Ludwig Beckhaus motivierte, die Initiative zu ergreifen. Das Verständnis christlicher Nächstenliebe, das den ersten Predigerseminardirektor Albert Klingender dazu bewog, auch die Leitung der Altenpflegeinrichtung am Gesundbrunnen mit zu übernehmen. Und die professionelle Pflege, die die Diakonissen aus Kassel mitbrachten. Die Oberin des Kurhessischen Diakonissenhauses, Marie Behre, war eines der ersten Vorstandsmitglieder.


Es hat sich sehr viel geändert in 125 Jahren: medizinisches und pflegerisches Wissen, Behandlungsmöglichkeiten, ein gestiegener Lebens – und Wohnstandard, technische Hilfsmittel. Gleich geblieben ist die Herausforderung, menschlichem Leiden zu begegnen, individuell in jedem einzelnen Pflegebedürftigen oder bestimmten Gruppen wie den Menschen mit Demenz. Gleich geblieben ist die Suche nach Menschen, die sich dieser Herausforderung stellen und in der Pflege arbeiten. Gleich geblieben ist die Frage,  was Menschen dabei helfen und befähigen kann, ihre Arbeit in diesem Bereich zu tun. Die Antwort fällt heute trotz aller Veränderungen ähnlich aus wie damals: Bei der Einweihung wurde 1893 über ein Bibelwort Jesajas gepredigt: „Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Heilsbrunnen“. (Jesaja 12,3).