01.07.2020 - Corona-Virus: Lockerung der Besuchsregelungen für Altenheime

 

Lockerung der Besuchsregelungen für Altenheime:  
Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen bereitet sich vor
Auch Tagespflegeeinrichtungen sollen wieder geöffnet werden 

Die hessische Landesregierung hat am Donnerstag  eine weitere Lockerung der Besuchsregelung in Alten- und Pflegeheimen und die Wiedereröffnung der Tagespflegeeinrichtungen ab Montag, dem 22. Juni 2020 angekündigt. Auf die Einrichtungen kommt jetzt ein großer organisatorischer Aufwand zu. „Die umfangreichen Vorbereitungen laufen, und wir hoffen, dass die neuen Regelungen im Laufe der kommenden Woche umgesetzt werden können. Wir bitten Angehörige und Gäste um Geduld“, so Ralf Pfannkuche, kaufmännischer Vorstand der Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen  und damit Chef von 22 Altenpflegeheimen in Nordhessen und zwei in Thüringen. 

Besuche häufiger möglich
Die entsprechende Verordnung sieht vor, dass Bewohnerinnen und Bewohner dreimal in der Woche Besuch empfangen können. Bisher war dies nur einmal pro Woche möglich. Die Einrichtungen hatten dafür besondere Besucherzonen eingerichtet.  Treffen im Außenbereich sollen weiterhin möglich sein.  
„Wir freuen uns sehr, das an die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen gedacht wird, wir haben aber jetzt enorme Anstrengungen vor uns aufgrund der Kürze der Zeit und der Brisanz der Situation: Unsere Einrichtungen müssen die Besuche koordinieren und dokumentieren, auch müssen Vorkehrungen geschaffen werden, dass es zu möglichst wenig Kontaktmöglichkeiten zwischen Angehörigen, Mitarbeitern und Bewohnern in den Häusern kommt, wenn wieder mehr Menschen in den Einrichtungen unterwegs sind.
Das Ziel von allen muss sein, die Bewohner auch weiterhin zu schützen und einen Ausbruch in den Einrichtungen zu verhindern“, so Pfannkuche.  Für die Öffnung ist den Einrichtungen die Bedingung auferlegt worden, zunächst ein Schutzkonzept zu erstellen und dieses dann der Betreuungs- und Pflegeaufsicht vorzulegen. Deshalb und aufgrund der erhöhten Besuchsfrequenz wird die Neuregelung an den meisten Standorten nicht direkt umzusetzen sein. „Unsere Einrichtungen informieren vor Ort, ab wann Besuchstermine gemacht werden können“, so Pfannkuche 


Tagespflegen im Regelbetrieb
Auch bei den Tagespflegeeinrichtungen des Trägers  läuft die Vorbereitung auf Hochtouren: Sie sind seit zwei Monaten geschlossen, nur eine Notbetreuung, ähnlich wie bei Kindertagesstätten, wird derzeit an einigen Standorten angeboten.  Der Aufenthalt wird keinesfalls dem bekannten „Normalbetrieb“ ähneln, mit reduzierten Besuchstagen ist zu rechnen, Mitarbeiter und Gäste müssen Masken tragen und die Betreuung darf nur in kleinen Gruppen stattfinden. 
Die Wiedereröffnung soll mit einem möglichst umfassenden Schutz der Gäste sowie der Mitarbeitenden einhergehen. „Das ist ein Spagat, der unter Zeitdruck schwierig ist zu bewältigen ist. Auch für die Tagespflegen müssen Schutzkonzepte angepasst, bzw.  erstellt und von der Heimaufsicht genehmigt werden, organisatorische Herausforderungen müssen bewältigt werden, und auch die Schaffung der räumlichen Voraussetzungen braucht  Zeit und gute Vorbereitung. Wir hätten uns mehr Vorlauf vonseiten des Landes gewünscht“, sagt Ralf Pfannkuche. 


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