Bischöfin Dr. Beate Hofmann zu Besuch in Hofgeismar

 
Anfang September stattete die Bischöfin der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann der Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen in Hofgeismar einen Besuch ab. Ziel war es, sich kennen zu lernen, sich über die Arbeit des größten Trägers von Altenarbeit im Bereich der Landeskirche zu informieren und in Austausch zu kommen, wie Kirche und Diakonie sich gegenseitig stützen und unterstützen können. 

Schon im Sommer war Dr. Beate Hofmann schon einmal Gast bei der Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen: Auf dem Gelände wurde das Sommerinterview mit dem Medienbeauftragten der Landeskirche, Pfarrer Christian Fischer, aufgezeichnet. 
Die Bischöfin brachte dank ihres informellen Besuches im Sommer schon einen ersten Eindruck mit, als sie zum Gespräch mit dem Leitenden Pfarrer Der Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen Dr. Jochen Gerlach und dem Kaufmännischen Vorstand Ralf Pfannkuche kam. 


Nach einem Rundgang über das Gelände, auf dem vor 127 Jahren die Ev. Altenhilfe gegründet wurde und seitdem Altenpflegeheime, Tagespflegen und Aus- und Fortbildung betreibt, sowie das geriatrische Krankenhaus und das Café Gesundbrunnen, gaben Jochen Gerlach und Ralf Pfannkuche einen allgemeinen Überblick über die Tätigkeit des Unternehmens. 
Desweiteren kam Hofmann ins Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Arbeitsbereiche, unter anderem Ina Becker, Geschäftsführerin des Ev. Krankenhauses Gesundbrunnen und Beate Hoppe, Pflegedienstleitung im Albert-Klingender-Haus. Auch ein Austausch mit Pfarrerin Kirsten Bingel und Pfarrer Enwood Longwe, die in der Einrichtung selber tätig sind, stand auf dem Programm. 
Hauptthema war die Situation der Altenpflege in Zeiten von Corona. Insbesondere das Spannungsverhältnis von Schutzauftrag und Freiheitsrechten war Gegenstand der Gespräche, und wie sich in der Praxis die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anforderungen von und an Pflegepersonal, Bewohner und Bewohnerinnen, an Leitungskräfte und Angehörige in der Krisensituation darstellt. Und wie Ideen entwickelt werden könnten, welche Unterstützung die Landeskirche dabei geben kann. 


Hofmanns wissenschaftliches Schwerpunktthema ist die Unternehmenskultur diakonischer Unternehmen in der Altenpflege. Die Bischöfin, die seit 2013 bis vergangenes Jahr als Professorin für Diakoniewissenschaft und Diakoniemanagement der  Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel tätig war und seit 2017 auch Direktorin des Instituts für Diakoniewissenschaft und DiakonieManagement (IDM), brachte viel Hintergrundwissen mit.